13.02.2020 12:21 Uhr
28. Spieltag am Donnerstag

Innsbruck und Fürstenwalde wollen die Rettung

von Patrick Wichmann

Alemannia Aachen Berliner AK 07 FC Galaxy Steinfurt FC Rot-Weiß Erfurt FC St. Pauli FC Wacker Innsbruck FK Austria Wien FSV Union Fürstenwalde Grazer SC Straßenbahn Habenhauser FV KSV Hessen Kassel Rot-Weiss Essen SC Edermünde SV Babelsberg 03 SV Meppen SV Stuttgarter Kickers Spieltagsvorschau 28. Spieltag FIFA 20
Foto: NGL
Der 28. Spieltag der NGL Pro Club Premiership steigt am Donnerstag, wir verschaffen euch vorab einen Überblick.
  • Edermünde könnte mit einem Sieg gegen Babelsberg auf Platz zwei zurückkehren.
  • Im Abstiegskampf könnten am Donnerstag weitere Entscheidungen fallen.
  • Wien will die Bestwerte mit einem Sieg gegen Kassel weiter nach oben schrauben.

Während der FK Austria Wien einsam seine Runden an der Spitze der NGL Pro Club Premiership dreht, tobt hinter dem alten und neuen Meister der Streit um die Plätze. Der 28. Spieltag hält dabei noch einmal einen Leckerbissen bereit: Am Donnerstagabend treffen der SV Babelsberg 03 und der SC Edermünde im Kampf um die Ränge zwei bis vier aufeinander. Im Falle eines Sieges nämlich würde der SCE mit dann 62 Punkten an den derzeit drittplatzierten Filmstädtern vorbeiziehen. Diese dagegen wollen nicht nur den Angriff abwehren, sondern selbst einen Platz klettern: Am vergangenen Sonntag hatte Babelsberg den Sprung auf Rang zwei durch ein 1:2 gegen Kassel verpasst, am Donnerstag könnte er nun gelingen. Voraussetzungen dafür sind mindestens ein Punkt gegen Edermünde und ein zeitgleicher Patzer von Graz.

Der Grazer SC Straßenbahn nämlich hat derzeit die besten Karten im Rennen um Platz zwei. Ebenso wie Babelsberg haben auch die Steirer 61 Punkte auf dem Konto, den Unterschied macht die starke Abwehr: Mit erst 17 Gegentoren stellt Graz die zweitbeste Defensive nach Wien (10 Gegentore) und hat damit dank des Torverhältnisses die Nase gegenüber Babelsberg vorn. Am Donnerstag wartet allerdings die nächste Nagelprobe auf die Abwehr des Tabellenzweiten: Mit dem FC St. Pauli geht es gegen ein weiteres Top-Team, nachdem es Graz in den vergangenen Wochen bereits mit Wien (1:2), Babelsberg (0:1) und Edermünde (3:1) zu tun bekommen hatte. Auch St. Pauli hat noch Chancen im Kampf um Platz zwei, mit 57 Punkten liegen die Hamburger derzeit auf Rang fünf. Das Hinspiel war ohne Tore geendet.

Aachen braucht nun eine Siegesserie

Entscheidungen könnte es am Donnerstag im Abstiegskampf geben: Der FC Wacker Innsbruck nämlich benötigt gegen den FC Galaxy Steinfurt nur noch einen Punkt, um den Klassenerhalt endgültig zu sichern. Aktuell weisen die Tiroler sechs Punkte Vorsprung auf Aachen auf dem Relegationsrang auf, haben allerdings noch drei Punkte in der Hinterhand dank eines kampflosen Siegs am 30. Spieltag gegen Habenhausen. Ebenfalls retten kann sich der FSV Union Fürstenwalde mit einem Sieg gegen den FC Rot-Weiß Erfurt bei dann weiterhin mindestens acht Punkten Vorsprung. Erfurts Ausgangslage wäre selbst im Falle einer Niederlage gegen Fürstenwalde nicht die schlechteste: Die Thüringer liegen derzeit zwar nur zwei Zähler vor Platz 14, profitieren am 29. Spieltag aber noch vom Ausstieg Habenhausens.

Doch letztlich hängt ohnehin fast alles von Alemannia Aachen ab: Der Tabellen-14. wartet seit dem 6. Spieltag, einem 1:0 gegen Innsbruck, auf einen sportlich errungenen Sieg, hat allerdings noch immer Chancen auf den Klassenerhalt. Voraussetzung dafür ist eine Siegesserie – sollte es am Donnerstag gegen den SV Stuttgarter Kickers keinen Dreier geben, könnte bereits die letzte Chance verspielt sein. Das Hinspiel jedenfalls dürfte der Alemannia keine Hoffnung geben, im Dezember gab es ein 0:2 nach Toren von 'deninho35' und 'E-Airmax'.

Essen trifft auf Meppen

Für den FK Austria Wien geht es derweil nur noch darum, die Bestwerte nach oben zu schrauben. 77 von bislang möglichen 81 Punkten holte der Meister und hält mit 64 Toren und 10 Gegentoren weitere Spitzenstatistiken. Kein Zweifel besteht daran, dass die Wiener diese in den ausstehenden drei Begegnungen noch weiter aufbessern wollen – selbst am vergangenen Spieltag, dem ersten nach der Meisterfeier, hielt das Team die Konzentration hoch und setzte sich beim Gipfeltreffen gegen Graz mit 2:1 durch. Für den kommenden Gegner, den KSV Hessen Kassel, geht es ebenfalls um nicht mehr viel. Die Nordhessen stehen auf Platz sieben und könnten bestenfalls noch auf Rang sechs klettern, schlimmstenfalls auf Platz neun stürzen.

Die Tabellennachbarn Kassels werden sich jedenfalls am Donnerstag gegenseitig die Punkte abjagen: Der Sechste Rot-Weiss Essen, der drei Zähler vor dem KSV Hessen steht, trifft auf den SV Meppen, der als Achter sechs Punkte Rückstand auf Kassel hat. Angesetzt ist zudem die Partie zwischen den ausgestiegenen Klubs Berliner AK und Habenhauser FV, die folglich mit 0:0 gewertet wird.