21.12.2020 22:05 Uhr
Hinrunde in der Premiership

Wien führt die Blue Division an, Meppen wankt 

von Patrick Wichmann

Pro Club Premiership FIFA 21
Foto: NGL
Eine ereignisreiche Hinrunde liegt hinter den Teams der NGL Pro Club Premiership, wir verschaffen einen Überblick über den bisherigen Saisonverlauf.

Der amtierende Meister hat bislang noch zu kämpfen in der Saison 2020/21 der NGL Pro Club Premiership. Nach dem Ende der Hinrunde ist der SV Meppen nur Tabellenvierter der Red Division, hat damit aber dennoch Kurs auf die Playoffs genommen. Insbesondere an der Torausbeute hapert es beim SVM, mit 17 Treffern nach neun Spieltagen stellen die Emsländer die zweitschwächste Sturmreihe der oberen sechs Teams. Nur zweimal gelangen Meppen im bisherigen Saisonverlauf mehr als zwei Treffer: beim 5:1 gegen Alemannia Aachen und beim 3:0 gegen den FC Galaxy Steinfurt. In der vergangenen Spielzeit hatte sich der SVM noch durch ein 3:1 im Grand Final gegen Austria Wien etwas überraschend den Titel gesichert.

Die Führung in der Red Division hat derzeit der SV Babelsberg 03 inne, der zur Halbzeit drei Punkte vor dem FC St. Pauli liegt. Bereits 31 Treffer erzielten die Filmstädter – mehr als 3,4 Tore pro Partie –, womit sie den staffelübergreifend gefährlichsten Angriff der Premiership stellen. Als einzige Mannschaft der Red Division ist Babelsberg noch ungeschlagen, Punkte gelassen hat das Team lediglich bei den Remis gegen die beiden Verfolger St. Pauli (2:2) und SV Millingen (0:0). St. Pauli steht mit 20 Punkten auf Platz zwei, jeweils zwei Zähler weniger haben Millingen und der SV Meppen auf dem Konto.

Innsbruck sitzt Wien im Nacken

Im Tabellenkeller findet sich derweil Alemannia Aachen wieder, das Schlusslicht gewann bislang erst ein Spiel. Mit acht Toren stellt das Team aus dem Dreiländereck den zweitschlechtesten Angriff hinter RW Ahlen, mit 34 Gegentreffern zudem die schwächste Defensive. Einen Lichtblick gab es in der letzten Partie des Jahres: Am vergangenen Sonntag entschied Aachen das Kellerduell gegen den Greifswalder FC mit 1:0 für sich. Die Hanseaten wiederum stehen auf dem vorletzten Platz und gewannen ebenfalls erst einmal – mit 2:0 gegen den FC Galaxy Steinfurt.

In der Blue Division dagegen hat sich der FK Austria Wien zur Winterpause an die Spitze gesetzt, obgleich mit nur hauchzartem Vorsprung. Der Vizemeister hat ebenso 22 Punkte auf dem Konto wie der zweitplatzierte FC Wacker Innsbruck. In den Spielzeiten 2019 und 2019/20 hatte sich Wien jeweils den Titel gesichert, damals fuhr die Premiership noch eingleisig. Die einzige Niederlage der aktuellen Saison gab es für Austria am ersten Spieltag gegen den SV Stuttgarter Kickers (1:2), zudem endete das Spitzenspiel gegen Innsbruck torlos. Wacker unterlag bislang lediglich dem Grazer SC (1:2) und glänzt mit der stärksten Defensivleistung der Staffel. Erst acht Gegentore ließen die Tiroler zu.

Auch Stuttgart im Spitzentrio

Dank starker Offensivleistung hat sich auch der SV Stuttgarter Kickers erneut in den Top-Rängen etabliert. Bereits 25 Tore schossen die Schwaben, mit dieser Ausbeute kann in der Blue Division nur Wien mit ebenfalls 25 Treffern mithalten. Derzeit liegt Stuttgart drei Punkte hinter dem Spitzenduo, Federn hat das Team gegen Innsbruck (1:2), den KSV Hessen Kassel (1:2) und den FSV Stadeln 1958 (1:1) gelassen. Gar nicht nach Plan läuft die Runde dagegen für den SC Edermünde. Die Nordhessen mussten bereits fünf Niederlagen hinnehmen und finden sich nach der Hinrunde nur auf Platz sechs wieder.

Tabellenschlusslicht ist die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz, die in der Premierensaison bislang erst einen Sieg eingefahren hat: Im Hessenderby holte der Aufsteiger ein 1:0 gegen Kassel, immerhin zu Unentschieden reichte es gegen Graz (0:0) und Stadeln (1:1). Mit sechs Toren stellt Fulda-Lehnerz den zweitschlechtesten Angriff hinter dem FC Rot-Weiß Erfurt und mit 24 Gegentreffern die schwächste Defensive. Ebenfalls erst fünf Punkte sammelte Graz, zwei Zähler besser steht Erfurt da.

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