30.11.2019 14:41 Uhr
8. Spieltag am Sonntag

Ein Quartett will Platz eins erobern

von Patrick Wichmann

Pro Club Premiership FIFA 20
Wer ist nach dem 8. Spieltag Tabellenführer der NGL Pro Club Premiership? Vier Teams haben Chancen.
  • Austria Wien trifft nach dem ersten Punktverlust der Saison nun auf Meppen.
  • Tabellenführer Edermünde will gegen Erfurt zum nächsten Sieg stürmen.
  • Im Keller steht ein heißes Duell zwischen Habenhausen und Fürstenwalde an.

So richtig ins Rollen gekommen ist der FK Austria Wien bislang noch nicht. Zumindest nicht, wenn man die Leistung aus der Vorsaison zugrunde legt: 72 Tore schossen die Österreicher in der Saison 2019, im Schnitt also 3,27 Treffer pro Partie. In der neuen Saison dagegen liegt Wien nach sieben Spieltagen bei einer Ausbeute von 13 Toren, macht durchschnittlich 1,86 Treffer – eine Ausbeute, die gewiss solide, aber eben nicht mehr überragend ist. Konnte die Austria diese Schwäche an den ersten sechs Spieltagen insbesondere durch starke Defensivarbeit noch kompensieren, gab es jüngst den ersten Rückschlag: Beim 0:0 gegen die Stuttgarter Kickers hielt zwar die Abwehr einmal mehr Stand, die Offensive dagegen blieb erstmals ohne Tor.

Der Weg war damit frei für die Konkurrenz – und die nutzte den ersten Ausrutscher des amtierenden Meisters prompt. Der SC Edermünde, der Grazer SC und der SV Babelsberg feierten am Donnerstag jeweils einen Dreier, wodurch sich das Feld an der Spitze wieder verdichtet hat. Vor dem 8. Spieltag trennen Tabellenführer Edermünde (19 Punkte) und den Vierten Babelsberg (17) nur noch zwei Zähler. Das bedeutet: Vier Teams haben am Sonntag die Chance, die Tabellenführung zu übernehmen.

Pflichtaufgaben für Graz und Babelsberg

In der Pole Position liegt Edermünde: Durch ein 2:0 gegen Berlin und das gleichzeitige Wiener Remis kehrten die Nordhessen zurück an die Spitze, die sie bereits nach dem 3. und 4. Spieltag innegehabt hatten. Überzeugt hat das Team bislang vor allem offensiv, 19 Tore sind Bestwert der Liga. Nächster Gegner Edermündes ist der FC Rot-Weiß Erfurt, der mit sieben Punkten auf Platz zehn liegt. Wien, das ebenso wie der SCE aktuell 19 Punkte auf dem Konto hat, aber die schlechtere Tordifferenz aufweist, bekommt es mit dem SV Meppen zu tun. Die Emsländer gewannen nach gutem Saisonstart nur eine der vergangenen vier Partien und sind derzeit Siebter mit zwölf Punkten. Das Topspiel wird am Donnerstag ab 21 Uhr auf dem Twitch-Kanal der National Gaming League (twitch.tv/ngl_esportde) übertragen und von Daniel 'Merover' Manschke kommentiert.

Leichtere Aufgaben, zumindest bei Zurateziehung der Tabelle, warten auf die weiteren beiden Teams mit Chancen auf die Spitze. Da wäre zum einen der Grazer SC: Die Steirer kassierten am 2. Spieltag ein 1:2 gegen Essen, hielten sich ansonsten aber schadlos. 18 Punkte und der dritte Platz stehen aktuell zu Buche. Sieg Nummer sieben soll am Sonntag gegen den Tabellenelften Alemannia Aachen folgen, der sieben Punkte auf dem Konto hat. Und da wäre zum anderen der SV Babelsberg: Der Tabellenvierte trifft auf den Berliner AK, der mit nur drei Punkten auf Platz 14 liegt.

Galaxy arbeitet sich nach vorne

Hinter diesem Quartett lauert der KSV Hessen Kassel mit 15 Punkten auf Platz fünf. Nach zuletzt zwei Siegen in Folge – 3:2 gegen Erfurt und 1:0 gegen Berlin – spricht alles für den nächsten Erfolg: Gegner am Sonntag ist der FC Wacker Innsbruck. Die Tiroler feierten am 4. Spieltag einen 1:0-Erfolg gegen Berlin, zu mehr reichte es bislang aber nicht. Mit drei Punkten ist Innsbruck aktuell Letzter, wenn auch nur aufgrund der schlechteren Tordifferenz (4:11) gegenüber Fürstenwalde (5:10) und Berlin (6:11). Ebenso wie Kassel möchte auch der FC St. Pauli den Anschluss an die Spitzenpositionen herstellen. Mit 13 Punkten liegen die Hamburger sechs Zähler hinter dem Führungsduo. Gegen den Tabellenzwölften SV Stuttgarter Kickers ist St. Pauli favorisiert – doch Vorsicht: Stuttgart ärgerte bereits so manches Spitzenteam. Vor dem 0:0 gegen Austria Wien gelang ein 2:2 gegen Edermünde.

Trotz dieser Ausrufezeichen weist das Stuttgarter Punktekonto erst fünf Zähler auf. Und so langsam müssen sich die Schwaben sorgen: Die Konkurrenz nämlich schließt auf zum Tabellenmittelfeld. Kein Team hat weniger als drei Punkte, seit der FSV Union Fürstenwalde am vergangenen Donnerstag die ersten Zähler der Saison einfuhr. Und wie: Das 3:0 gegen Alemannia Aachen war ein Signal an die Mitbewerber im Tabellenkeller. Mit dem Habenhauser FV geht es für Fürstenwalde nun gegen ein weiteres Team, das sich mutmaßlich auf Augenhöhe befindet. Der Vorjahresletzte liegt mit fünf Punkten auf Rang 13 und damit zwei Plätze vor dem FSV Union. Komplettiert wird der 8. Spieltag durch die Begegnung zwischen Rot-Weiss Essen und dem FC Galaxy Steinfurt. Während Essen mit neun Punkten und Rang acht den Ambitionen noch hinterherläuft, arbeitet sich Galaxy allmählich nach vorne. Auf das herbe 2:6 gegen St. Pauli am 4. Spieltag folgten zuletzt zwei Siege und ein Remis.

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