06.02.2020 13:48 Uhr
edermünde sucht die erfolgsspur

Babelsberg könnte Wien zum Meister machen

von Patrick Wichmann

Alemannia Aachen Berliner AK 07 FC Galaxy Steinfurt FC Rot-Weiß Erfurt FC St. Pauli FC Wacker Innsbruck FK Austria Wien FSV Union Fürstenwalde Grazer SC Straßenbahn Habenhauser FV KSV Hessen Kassel Rot-Weiss Essen SC Edermünde SV Babelsberg 03 SV Meppen SV Stuttgarter Kickers Spieltagsvorschau 26. Spieltag FIFA 20
Foto: NGL
Der 26. Spieltag der NGL Pro Club Premiership steht am Donnerstagabend an, wir verschaffen euch vorab einen Überblick.
  • Zwei Mannschaften wollen vom Topspiel zwischen Graz und Babelsberg profitieren.
  • Wien könnte den Vorsprung auf 13 Punkte ausbauen – und das Titelrennen entscheiden.
  • Aachen und Erfurt kämpfen im Fernduell gegen den letzten Platz und die Rote Laterne.

Der Spielplan hat es derzeit in sich für den Grazer SC Straßenbahn: Nur drei Tage nach dem überzeugenden 3:1-Erfolg gegen Edermünde bekommt es der Tabellenzweite der NGL Pro Club Premiership nun am 26. Spieltag mit dem SV Babelsberg 03 zu tun und benötigt dabei erneut einen Sieg, um die Meisterschaft Wiens noch einmal zu vertagen – ehe dann am kommenden Sonntag das direkte Duell mit dem Tabellenführer steigt. 61 Punkte hat Graz derzeit auf dem Konto und somit zehn Zähler Rückstand auf die dominierenden "Veilchen".

Weitere drei Punkte dahinter lauert Babelsberg, das im Falle eines Siegs nur noch aufgrund der schlechteren Tordifferenz vom zweiten Rang getrennt wäre – aktuell haben sie in dieser Disziplin mit 46:21 eindeutig das Nachsehen gegenüber den Grazern mit 53:14. Als Mutmacher dürfte dem amtierenden Vizemeister die Erfahrung aus dem Hinspiel dienen: Damals hatte Matthias 's_TheBeast_s' Kampelsberger die zweitbeste Abwehr der Liga überwunden und die Filmstädter zum 1:0-Sieg geschossen.

Innsbruck mit frischem Selbstvertrauen

Sollte sich Babelsberg erneut gegen Graz durchsetzen, könnte der FK Austria Wien die Entscheidung in der Meisterfrage herbeiführen. Mit einem Sieg gegen den FC Wacker Innsbruck wäre der Spitzenreiter dann 13 Punkte voraus – ein bei noch vier ausstehenden Spielen nicht mehr einzuholender Vorsprung. Im Hinspiel hatte Innsbruck keine ernstzunehmende Herausforderung dargestellt, im Dezember setzten sich die Wiener mit 6:0 durch. Dieses Mal jedoch tritt Wacker mit frischem Selbstvertrauen an: Elf Punkte holten die Tiroler aus den vergangenen sieben Spielen und schlugen sich dabei sogar gegen die Top-Teams Edermünde (1:1) und Babelsberg (1:2) äußerst wacker. Ob es gegen den noch ungeschlagenen Titelverteidiger und Ligaprimus reicht, ist allerdings fraglich.

Ebenfalls vom Topspiel zwischen Babelsberg und Graz profitieren möchte der SC Edermünde. Der Tabellenvierte fiel jüngst im Rennen um die drei vorderen Ränge etwas zurück und hat infolge der Niederlage gegen Graz und des Remis gegen Innsbruck inzwischen fünf Punkte Rückstand auf Platz drei. Im nordhessischen Derby gegen den KSV Hessen Kassel soll es am Donnerstag zurück in die Erfolgsspur gehen. Im Hinspiel hatte sich der SCE dank eines Dreierpacks von Fabian 'SCE_Fabinho' Lünser mit 4:2 durchgesetzt.

Essen mit guten Erinnerungen ans Hinspiel

Am anderen Ende der Tabelle hat Alemannia Aachen erneut die Chance, den 14. Platz und damit die Abstiegsregion zu verlassen. Voraussetzung dafür ist ein Sieg gegen Rot-Weiss Essen – wobei allerdings der jüngste sportlich errungene Erfolg der Alemannen schon eine ganze Weile zurückliegt: Am sechsten Spieltag hatte Aachen ein 1:0 gegen Innsbruck geholt und seitdem Siege nur noch gegen die beiden ausgestiegenen Teams verbucht. Im bisherigen Rückrundenverlauf überzeugte das Schlusslicht zumindest mit Unentschieden gegen Erfurt (0:0), Steinfurt und Fürstenwalde (je 1:1). Der kommende Gegner jedoch hat es in sich: RWE will im Saisonendspurt möglichst noch den fünften Platz erobern und hat am Donnerstag nicht nur aufgrund des 6:0-Hinspielerfolgs die Favoritenstellung inne.

Angewiesen ist Aachen zudem auf eine Niederlage des größten Konkurrenten: Der FC Rot-Weiß Erfurt steht mit 18 Zählern einen Platz und zwei Punkte vor der Alemannia und würde diesen Rang schon mit einem Remis am Donnerstag absichern. Auch die Thüringer haben allerdings eine schwere Aufgabe vor der Brust: Der FC St. Pauli hat als Tabellenfünfter 51 Zähler auf dem Konto und könnte mit dem Pflichtsieg gegen RWE auf den vierten Platz springen, sollte Edermünde gegen Kassel nicht über ein Unentschieden hinauskommen.

Fürstenwalde mit bislang starker Rückrunde

Vergleichsweise komfortabel ist dagegen die Situation des FSV Union Fürstenwalde. Die Brandenburger stehen als Zwölfter zwar nur einen Rang vor Erfurt, haben aber immerhin vier Zähler Vorsprung auf den Relegationsplatz. Zu verdanken haben sie das einer bislang starken Rückrunde: Nachdem Fürstenwalde große Teile der ersten Saisonhälfte auf einem Abstiegsplatz verbracht hatte, läuft es im neuen Kalenderjahr deutlich besser. Elf Punkte holte Fürstenwalde im bisherigen Rückrundenverlauf und kann daher so langsam mit dem Klassenerhalt planen. Am Donnerstag trifft Union auf den Tabellenachten, den SV Meppen.

Kampflose Siege fahren derweil der FC Galaxy Steinfurt und der SV Stuttgarter Kickers ein. Im Spielkalender stehen die Partien gegen die ausgestiegenen Klubs Berliner AK 07 und Habenhauser FV auf dem Programm, die folglich jeweils mit 1:0 gewertet werden. Steinfurt wird daher nach dem 26. Spieltag 33 Punkte auf dem Konto haben und weiterhin auf Platz neun stehen, Stuttgart liegt mit 32 Zählern einen Rang dahinter.