02.06.2020 13:37 Uhr
PS5-Präsentation verschoben

Spielebranche solidarisiert sich mit "Black Lives Matter"

von Niklas Aßfalg

Call of Duty: Modern Warfare Call of Duty: Warzone Madden NFL 20
Foto: Sony
Große Teile der Videospielbranche haben ihre Unterstützung für die "Black Lives Matter"-Bewegung kundgetan und geplante Präsentationen sowie Releases vorerst auf Eis gelegt.

Bereits am Sonntag (31.05.) hatte EA SPORTS die für den darauffolgenden Tag angesetzte Präsentation von Madden NFL 21 verschoben. Diese Maßnahme erfolgte als Reaktion auf den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd in Minneapolis bei einem Polizeieinsatz am 25. Mai, der diverse Protestaktionen nach sich zog. "Weil das hier größer als ein Spiel, größer als Sport ist", begründete der Entwickler seine Entscheidung. EA solidarisierte sich mit der afroamerikanischen Community seiner "Freunde, Spieler, Kollegen und Partner". Die Aufmerksamkeit müsse Aktionen gelten, die gegen die "unfaire Behandlung und die systematische Voreingenommenheit, die die USA und die gesamte Welt plagen", angehen.

Der kalifornische Entwickler steht mit dieser Vorgehensweise jedoch keineswegs alleine da: Sony verkündete am Montagabend (01.06.) die Verschiebung seines Preview-Events zur neuen PlayStation 5, das für den 4. Juni geplant war. "Wir haben nicht das Gefühl, dass dies der Zeitpunkt für Feiern ist. Wir wollen uns jetzt zurücknehmen und wichtigeren Stimmen erlauben, gehört zu werden", verlautbarte der Elektronikkonzern. Activision vertagt den Start der vierten Season in Call of Duty: Modern Warfare und Warzone, der auf Dienstag (02.06.) terminiert war. "Nun ist die Zeit für diejenigen, die sich für Gleichheit, Gerechtigkeit und Veränderung aussprechen, gesehen und gehört zu werden", stimmt der Entwickler in den Kanon ein. Riot Games, aktuell dank des Launches seines neuen FPS-Shooters Valorant in aller Munde, fügte hinzu: "Schweigen ist keine Option. Lasst uns gemeinsam unsere Stimmen erheben und mit unseren Aktionen den Fortschritt zur Realität machen."

Vielstimmige Aussprache gegen Rassismus

Die Liste der Akteure aus der Videospielszene, die ihre Unterstützung für die "Black Lives Matter"-Bewegung bekräftigten, beinhaltet auch Bethesda, Naughty Dog, Microsoft oder Aaron Greenberg, Head of Marketing bei Xbox. "Wir prangern systematischen Rassismus und Gewalt gegenüber der afroamerikanischen Community an. Wir werden weiterhin an einer von Empathie und Inklusion geprägten Zukunft arbeiten", tat PlayStation via Twitter kund. Activision Blizzard nutzte die Gelegenheit, um die eigene Rolle zu betonen – als Überbringer der Freude für "Hunderte Millionen Spieler und Fans weltweit". Der US-amerikanische Konzern stellt des Weiteren klar: "Heute und in Zukunft unterstützen wir all diejenigen, die gegen Rassismus und Ungleichheit einstehen. Dafür gibt es in unserer – und jeglicher – Gesellschaft keinen Platz. Black Lives Matter."