29.06.2020 11:22 Uhr
faire spielerfahrung

Valorant: Riot gewährt Einblicke in die Spielbalance

von Alexander Maier

Valorant
Foto: Riot Games
Riot Games zeigt sich erneut transparent bezüglich der Entwicklung von Valorant und spricht über seine Herangehensweise an die Spielbalance und Meta.

Zuvor gab Riot bereits Einblicke in die Entstehung der Maps und des Skin-Design. "Unser Job ist es, dass die Spielerfahrung für jeden Spieler fair ist", erklärt Game Designer David 'Milkow' Cole in einem Artikel auf der Valorant-Homepage. Dabei wolle der Entwickler nicht, dass eine "perfekt ausgeglichene 50:50-Spielbalance" entsteht, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Urteilsvermögen und mitunter auch unpopulären Entscheidungen am Ende eine faire Balance garantiert wird.

Das Spiel müsse sich dabei immer nach dem "Taktik-Kreislauf" richten. Dieser setzt sich zusammen aus Infos, Planen, Ausführen und Wiederholen. Sprich: Auf Basis der gesammelten Informationen (Gegner, Ausrüstung, Pushs) überlegen sich die Spieler einen Rundenplan, der anschließend durch gutes Timing, Fähigkeiten und Schießen in die Tat umgesetzt wird. Stimmt dabei die Spielbalance, sollte das Team – unabhängig von seiner Elo – Erfolg haben.

Foto: Riot Games

Der "Spielbalance-Radar"

Um Probleme zu erkennen, hat Riot den "Spielbalance-Radar" entwickelt. Er basiert auf den drei Informationsquellen Spieldaten, Stimmungsdaten und Design-Philosophie. So wurde zum Beispiel Agentin Raze generft, weil ihre Winrate bei 53,5 Prozent lag, falls Raze nicht gleichzeitig Teil des gegnerischen Teams war. Auch die Stimmung aus Streams, Umfragen und Foren sprach für die Abschwächung – dieser Prozess lässt sich ebenso auf Waffen übertragen.