31.07.2019 13:37 Uhr
RÜCKBLICK AUF DIE 3. Ligen 2019

Supernova entscheidet den Dreikampf für sich

von Niklas Aßfalg

Pro Club Series Pro Club FIFA 19
Die Saison 2019 ist in den beiden dritten Ligen der NGL Pro Club Series seit Sonntag beendet. Wir werfen einen Blick zurück.

Während die Meisterrennen in den oberen beiden Spielklassen schon weit vor Saisonende entschieden waren, kam der Endspurt der Liga 3A einem Herzschlagfinale nahe. Noch vor dem letzten Spieltag durften sich drei Teams Hoffnungen auf den Titel machen: Tabellenführer Supernova, Verfolger Rising Rain und Level Pro eSports trennten lediglich zwei Punkte. Rising Rain rückte zwischenzeitlich dank eines 4:1-Erfolgs gegen FUT Elite auf den Platz an der Sonne, Supernova schlug eine halbe Stunde später im Topspiel gegen Thats Football (4:0) allerdings zurück und sicherte sich die Meisterschaft. Eine vielversprechendere Ausgangslage konnte der finale Spieltag kaum bieten. Ausschlaggebend für den Erfolg des Titelträgers war das starke Torverhältnis: Supernova erzielte 15 Treffer mehr als Rising Rain und kassierte auch drei weniger (82:16). Dem geschlagenen Zweiten blieb nur die Rolle des FC Liverpool, während das Manchester City der Liga 3A triumphierte. 

Der Dritte im Bunde, Level Pro eSports, war mit Außenseiterchancen in den 30. Spieltag gestartet und musste auf schwere Patzer beider Konkurrenten hoffen. Trotz des Ausbleibens ebenjener kann der Aufsteiger auf eine eindrucksvolle Spielzeit mit starken 74 Zählern zurückblicken. Zwischen dem oberen Dreigestirn und Thats Football klafft die erste größere Lücke in der Tabelle. Neun Punkte betrug der Rückstand auf Level Pro, der Vorsprung auf den fünften Rang war mit zehn Zählern allerdings stattlich. Vorzuwerfen hat sich die Mannschaft nur wenig, vier der fünf Niederlagen kassierte Thats Football gegen das Spitzentrio. Das vordere Mittelfeld führt der FC Mulo an, der mit starken Leistungen gegen Titelaspiranten (1:0 gegen Rising Rain, 1:1 gegen Supernova) zwischenzeitlich auf mehr hoffen ließ. Auf den folgenden vier Rängen liefen SecretSkillz CF, THE MOB 13, die DiamondWolves und der Vice City United FC ein. 

Den Anschluss an die sicheren Gefilde hatte Buffalo Gaming derweil verpasst, echte Sorgen kamen aber keine auf. Der Tabellenzehnte schloss die Runde mit einem Sechs-Punkte-Puffer – sowohl nach oben als auch nach unten – ab und bewegte sich somit in eigenen Sphären. Im Tabellenkeller wird traditionell wenig Eigenwerbung betrieben, FUT Elite und die Stage5 Local Lions stellten die schwächsten Defensiven der Liga. Insbesondere die "Löwen"-Verteidigung präsentierte sich konstant löchrig: 74 Gegentreffer kassierte Stage5, in gleich drei Partien setzte es ein halbes Dutzend oder mehr. Das Schlusslicht stellte allerdings nicht die instabilste Defensive, sondern die harmloseste Offensive dar. Obwohl der FC Bollwerk mit 58 kassierten Toren seinem Namen nicht gerade alle Ehre machte, waren es die mageren 24 eigenen Treffer, die den 13. Rang besiegelten. Die drei Aussteiger SyndicateUTD, AlemanniaLappen und AtmoSphere sind an dieser Stelle nicht zu bewerten, dienten sie nach dem Ausstieg doch als bloße Punktelieferanten.

Out for Revenge: Mit Torhunger an die Spitze


In der Liga 3B wurde das Jahr 2019 von Meister Out for Revenge überstrahlt. Nicht unbedingt, was die Punkteausbeute anbelangt, das Team sicherte sich den Titel mit vier Zählern vor Lohberg Gaming. Was wirklich nachhaltigen Eindruck hinterließ, war der unstillbare Torhunger, den Out for Revenge an den Tag legte. Mit fantastischen 125 Treffern erzielte der Ligaprimus satte 41 Tore mehr als die zweitbeste Offensive (New Toronto mit 84). Im Schnitt knipste der Erstplatzierte mehr als vier Mal pro Partie, 'Toni_10x' und 'NG_Erol' zeichneten sich zusammen für 50 Tore verantwortlich (mehr als die letzten sechs Mannschaften der Tabelle insgesamt).  Out for Revenge lieferte regelmäßig Galavorstellungen: 10:0 gegen die Fifa Old Stars, 8:0 gegen die BVB Bonn Lions, 8:1 gegen den FC Supersoccer und 7:0 gegen New Toronto – an der Rechtmäßigkeit des Titelgewinns besteht kein Zweifel. Auch die Hintermannschaft stand bei nur 35 Gegentreffern sattelfest, die Tordifferenz von +90 ist beeindruckend. 

Trotz ebenfalls sehr ordentlichen Abschneidens blieb Lohberg Gaming (73 Punkte) und New Toronto (65 Punkte) nur der Platz im Schatten des Meisters. Speziell Vizemeister Lohberg darf sich angesichts unnötiger Pleiten gegen RawSide Gaming (0:1) und HamburgsFinezzt (2:3) allerdings ärgern, den Titelkampf nicht spannender gestaltet zu haben. Bei den nächstplatzierten Klubs zeichnete sich bereits früh ab, dass große Ambitionen nach oben nicht realisierbar sein würden. Der FC GermanPolice musste sich entsprechend damit begnügen, mit 58 Zählern aus dem breiten Mittelfeld herauszuragen. Während auch für die Football Soldiers, Ravens Gaming und RawSide Gaming das Saisonpendel eher in die positive Richtung ausschlägt, blieben der FC Supersoccer, HamburgsFinezzt, RW Essen und Street Style H|G phasenweise zu weit hinter ihren Möglichkeiten zurück. Ernsthaft in Bedrängnis geriet aber auch das untere Mittelfeld nie. 

Dafür präsentierten sich die Vereine des Tabellenkellers schlichtweg zu schwach. Jeweils 20 Niederlagen mussten sowohl die Fifa Old Stars (12. Platz) als auch der FC Fischköppe (13. Platz) hinnehmen, die BVB Bonn Lions (14. Platz) gingen noch einmal öfter als Verlierer vom virtuellen Rasen. Das größte Kunststück – im negativen Sinne – brachte aber der Alupech FC zustande: Das Schlusslicht musste tabellarisch selbst Aussteiger Drawn Together den Vortritt lassen. Obwohl das Team mit dem Waschbären im Logo bereits zur Rückrunde die Segel strich und fortan offiziell stets mit 0:1 unterlag. Aus dem namengebenden Alupech resultierte die verkorkste Spielzeit des FCA jedoch keinesfalls, eher schon aus den 105 Gegentreffern. Klatschen wie das 1:8 gegen den FC Supersoccer oder das 0:7 gegen RawSide Gaming ließen kein anderes Endresultat als den letzten Platz zu.