30.07.2019 12:00 Uhr
RÜCKBLICK AUF DIE 2. LIGA 2019

Austria dominiert auch in den Series

von Niklas Aßfalg

Pro Club Series Pro Club FIFA 19
Die 2. Liga der NGL Pro Club Series schloss die Saison 2019 am Sonntagabend ab. Wir werfen einen Blick auf die Spielzeit.

Nicht nur in der NGL Pro Club Premiership, sondern auch in der zweithöchsten Klasse der Series ist der FK Austria Wien das Maß aller Dinge. Die Österreicher setzten einer beeindruckenden Saison mit dem 6:2-Erfolg am letzten Spieltag gegen noBrain Gaming die Krone auf. Die Dominanz des FK war von Beginn an spürbar: Die ersten zehn Partien wurden allesamt gewonnen, acht davon sogar zu Null. Die einzige Pleite musste Austria am 19. Spieltag gegen TwitchEliteGamer hinnehmen (0:2), ansonsten sorgten vier Remis für nur elf verpasste Zähler. Wiederum elf Punkte betrug auch der finale Vorsprung auf Rang zwei – ein klarer Ausdruck der Wiener Dominanz.

Neben noBrain mussten auch Turkish United und PYROBOMBER UTD in direkten Duellen sechs Treffer schlucken, insgesamt 84 Schüsse fanden ihren Weg ins virtuelle Gehäuse. Daniel 'BLUESFOREVER92' Wimmer avancierte mit 27 Saisontoren zum Torschützenkönig. Mindestens ebenso eindrucksvoll wie die treffsichere Offensive präsentierte sich die Hintermannschaft: Lediglich 18 Gegentore kassierten die „Veilchen“, der Schnitt lag bei gerade einmal 0,6 pro Spiel. Die Verteidigung um Mirko 'xkurdish_boyx00' Rashed und Nico 'PB_N_Pulmo_4' Scharwächter räumte fast alles ab, was die gegnerischen Angriffsreihen ihr entgegenwarfen. Schlussendlich stand eine verdiente Meisterschaft, die zu keinem Zeitpunkt ernsthaft in Gefahr geriet. 

Ein Niemandsland im Mittelfeld


Auch der ärgste Verfolger HSV Hajduk hatte dieser Beständigkeit nichts entgegenzusetzen. Dabei spielte der Tabellenzweite eine mehr als ansehnliche Runde: 68 Punkte stehen am Ende zu Buche, die Vize-Meisterschaft wurde mit acht Zählern Vorsprung auf FPC Cheetahs souverän eingefahren. Ausrutscher gegen Teams aus den unteren Gefilden der Tabelle wie Hornets CF (0:3), PYROBOMBER UTD (0:2) und Turkish United (1:4) verhinderten eine ernsthafte Attacke auf Rang eins. Die Cheetahs spielten beinahe in ihrer eigenen Liga. Acht Punkte nach oben, acht Punkte nach unten – die Spannung war schon vor den letzten Spieltagen raus. Der Drittplatzierte konnte mit +34 eine bessere Tordifferenz als Hajduk aufweisen, agierte aber allzu oft nicht effizient genug. 

Ähnlich erging es der eSports Company, die mit 61 erzielten Treffern zwar den zweitbesten Angriff der Liga stellte, den Ball aber auch satte 42 Mal aus dem eigenen Netz holen musste. Angeführt von TFC Europe United folgt auf den Rängen fünf bis neun das Niemandsland der Tabelle. Zu stark für den Keller, zu schwach für die Spitze – für Turkish United, die TwitchEliteGamer, die Elite Bomber, WA1 Maaskantje und eben TFC hieß es vorzeitig „rien ne va plus“. Nur sieben Zähler trennten Platz fünf und Platz neun. Noch enger ging es auf den darauffolgenden Rängen zu: GalaxySkullzCF, noBrain Gaming und die Weighters landeten allesamt bei 33 Zählern, das Torverhältnis entschied schließlich zugunsten von Galaxy. 

PYROBOMBER als Kanonenfutter


Direkt dahinter fanden sich die SpVgg Uhleisch und Hornets CF ein, die sich in der abgelaufenen Saison nur selten mit spielerischem Ruhm bekleckerten. Schlimmer allerdings fällt die Bilanz beim FC Ahrensburg und PYROBOMBER UTD aus. Beide Teams holten gerade einmal 22 Punkte und wiesen damit jeweils elf Zähler Rückstand zu Rang zwölf auf. Während Ahrensburg mit nur fünf Dreiern die wenigsten Siege der Spielzeit feiern konnte, liest sich die Tordifferenz der PYROBOMBER verheerend. 29:87 Tore lassen keinen Zweifel daran, dass die rote Laterne den richtigen Besitzer fand. Sechs Mal kassierte der Tabellenletzte mehr als fünf Treffer. Den traurigen Tiefpunkt stellte übrigens ein 0:8 dar – beim Vorletzten Ahrensburg.