06.12.2019 12:17 Uhr
Tank, Schnellschütze – oder der Mittelweg?

Pokémon: Die neuen Starter-Endstufen im Vergleich

von Niklas Aßfalg

Pokémon Nintendo Switch
Foto: Nintendo
Die Wahl eures Starter-Taschenmonsters stellt auch im neuen Pokémon Schwert & Schild eine wegweisende Entscheidung dar.

Ohne sie könnte euer Held die Arena Challenge nicht antreten, der Weg an die Spitze der Nahrungskette wäre versperrt. Die Starter-Pokémon sind eure ersten Weggefährten, zu ihnen wird in der Regel auch die stärkste Bindung aufgebaut. In Schwert & Schild werden euch wie gewohnt drei Exemplare der Typen Pflanze, Wasser und Feuer zur Auswahl vorgegeben. Bei der Entscheidungsfindung sollte idealerweise nicht nur die kurzfristige Perspektive eures Starters, sondern auch dessen langfristiges Potenzial bedacht werden. Dabei gilt es vorneweg festzuhalten, dass Chimpep als Pflanzen-Starter aufgrund seines Typs einen natürlichen Nachteil besitzt. Es weist sowohl die meisten offensiven Schwächen (sieben) als auch die meisten defensiven Anfälligkeiten (fünf) gegenüber anderen Typen auf.

Aus dem kleinen Chimpep entwickelt sich über die Zwischenstufe Chimstix das mehr als zwei Meter große und 90 Kilogramm schwere Gortrom. Der äußerlichen Erscheinung entsprechend eignet sich die finale Entwicklung als Tank, mit 100 KP ist es die mit Abstand widerstandsfähigste Endstufe der drei Starter. Auch der Basiswert von 125 auf dem physischen Angriff bestätigt diese Einschätzung. Seine Verteidigung von 90 ist der Bestwert unter den Endentwicklungen, Gortrom wäre wohl die solideste Wahl für Spieler, die nicht allzu taktisch an Kämpfe herangehen. Dieser Einordnung entspricht die Initiative von 85, die niedrigste im Dreiervergleich. Auch mit Spezial-Angriff und -Verteidigung kann Gortrom nicht überzeugen, das Drummer-Pokémon schenkt sich jeglichen Firlefanz.

Intelleon als Lucky Luke der Galar-Region

Der Wasser-Starter Memmeon entwickelt sich zunächst zu Phlegleon, ehe in letzter Instanz ein Intelleon entsteht. An seiner gebrechlich wirkenden Statur lassen sich erste Gegensätze zu Gortrom festmachen, diese verstärken sich bei einem Blick auf die Statuswerte. Intelleons herausstechende Stärken sind der Spezial-Angriff (125) und die Initiative (120), das Geheimagenten-Pokémon zieht stets zuerst und fügt, unter anderem mit seiner Spezialattacke Präzisionsschuss, enormen Schaden zu. Diese starke Kombination ist allerdings vonnöten, sowohl die Verteidigung als auch die Spezial-Verteidigung sind mit lediglich 65 Punkten bewertet. Hinzukommen nur 70 KP, die wenigsten aller Starter-Endstufen, Intelleon muss seine fehlende Robustheit durch erhöhte Handlungsschnelligkeit wettmachen.

Zuletzt widmen wir uns Hopplo, das sich über Kickerlo schließlich zu Liberlo entwickelt. Obwohl die Feuer-Endstufe das kleinste und leichteste Pokémon unseres Vergleichs ist, verträgt es in der Defensive mehr als Intelleon. Einen Basiswert von 80 KP müssen Gegner überwinden, Verteidigung wie Spezial-Verteidigung liegen bei 75 Punkten. Liberlo ist ein physischer Angreifer, der entsprechende Wert liegt bei 116. Zusätzlich lässt sich das Feuer-Pokémon nicht lange bitten, die Initiative von 119 kommt beinahe an Intelleon heran. Einzig der Spezial-Angriff ist mit 65 Punkten nicht unbedingt zu gebrauchen, Liberlo verlässt sich auf seine körperliche Wehrhaftigkeit. Das Torschützen-Pokémon stellt angesichts seiner Statuswerte den Mittelweg zwischen dem Pflanzen- und Wasser-Äquivalent dar.

Ausschlaggebend ist eure Herangehensweise

Grundsätzlich ist die Wahl wie schon in den Vorgängerteilen Geschmackssache, es handelt sich bei allen drei Endstufen um mächtige Monster, die in beinahe jedem Team problemlos mithalten können. Wer sich auf simple Angriffs- und Verteidigungskraft fokussiert, ist mit Chimpep respektive Gortrom bestens bedient. Wer wiederum Wert auf Geschwindigkeit und Spezialattacken legt, dem sei Memmeon respektive Intelleon ans Herz gelegt. Ein Kompromiss aus diesen Herangehensweisen wäre mit Hopplo und seiner finalen Entwicklung Liberlo einzugehen. Der Typ-bedingte Nachteil des Pflanzen-Starters wird durch das beschleunigte Leveln ein wenig ausgeglichen, der Wasser-Starter benötigt etwas länger und der Feuer-Starter hat die längste Lunte, ehe die nächste Stufe erreicht wird.