05.06.2020 15:16 Uhr
Call of Duty-Probleme

Infinity Ward verschärft Maßnahmen gegen Rassismus

von Niklas Aßfalg

Call of Duty: Modern Warfare Call of Duty: Warzone
Foto: Infinity Ward
Entwickler Infinity Ward hat im Zuge der "Black Lives Matter"-Bewegung eine Liste mit Verbesserungen für den Umgang in Call of Duty: Modern Warfare und Warzone veröffentlicht.

"Es gibt keinen Platz für rassistische Inhalte in unserem Spiel", stellte Infinity Ward zunächst via Twitter klar. Die Call of Duty-Reihe hat seit jeher mit diskriminierenden Übergriffen innerhalb seiner Community zu kämpfen, der Entwickler will die Maßnahmen in Zukunft verschärfen. Dieses Einsehen erfolgt als Reaktion auf den gewaltsamen Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis und die darauffolgende Protestwelle. Das Studio räumte ein, sich hinsichtlich der keineswegs neuen Problematik steigern zu müssen, und präsentierte fünf Verbesserungsansätze. Über allem steht der Ansatz, zusätzliche Ressourcen für die Überwachung und Katalogisierung der Inhalte zur Verfügung zu stellen.

Zudem fügt Infinity Ward seinen Titeln weitere Report-Systeme hinzu, um die stündliche Anzahl der Bans zu erhöhen. Neue Filter und Restriktionen bei der Änderung des Gamertags sollen dafür sorgen, dass rassistische Namen nach und nach verschwinden. Die In-Game-Verbesserungen sollen stetig evaluiert werden, um die Meldung diskriminierender Inhalte zu erleichtern. Abschließend will der Entwickler gegenüber Wiederholungstätern härter durchgreifen und vermehrt permanente Bans aussprechen. Innerhalb der Community stieß die Ankündigung auf Kritik: Manche Fans verurteilen die Schritte als zu spät ergriffene Scheinmaßnahmen infolge der politischen Situation, andere wiederum hadern mit der Kontrollmentalität.