17.01.2020 12:46 Uhr
Zentrales Mittelfeld – Part 2

Football Manager 2020: Die verschiedenen Spielerrollen

von Niklas Aßfalg/Tery Whenett

Football Manager 2020 Nintendo Switch
Foto: Sports Interactive
Die Spielerrollen sind im Football Manager 2020 ein ausschlaggebender Faktor, sie bestimmen das konkrete Verhalten der Spieler innerhalb eures Systems.

Mit der Einteilung eurer elf Akteure in ihre bevorzugten Positionen ist es im Football Manager 2020 (FM 20) nicht getan. Mentalität und Team-Anweisungen betreffen die gesamte Mannschaft, die Spielerrollen beziehen sich auf individuelle Akteure und weisen ihnen eine spezielle Aufgabe zu. Sie bestimmen die Räume, in denen sie sich bewegen und auf die sie sich primär fokussieren. Darüber hinaus interpretiert die Spielerrolle die Position, zentraler Mittelfeldspieler ist nicht gleich zentraler Mittelfeldspieler. Obwohl sich diese Vorgaben in erster Instanz auf den Einzelnen auswirken, betreffen sie in der Konsequenz das Auftreten eures Teams im Kollektiv. Die Spielerrollen sollten aufeinander abgestimmt sein, die Profis sollten sich in ihrer Marschroute ergänzen und unterstützen. Wir präsentieren euch den zweiten Teil der Erläuterungen zu den Spielerrollen im zentralen Mittelfeld, Part eins findet ihr hier

Zentrales Mittelfeld

Äußerer Mittelfeldspieler (AM): Im Unterschied zu den weiteren Rollen auf den Außenpositionen liegt sein Schwerpunkt vornehmlich auf Teamwork und Passspiel. In ständigen, teils komplexen Kombinationen mit seinen Kollegen sucht der Äußere Mittelfeldspieler den Weg nach vorne. Als Verteidiger fungiert er als Absicherung für einen offensivfreudigen, hinterlaufenden Außenverteidiger oder als Helfer in der Defensivarbeit gegen einen besonders starken Gegenspieler. Er steht prinzipiell etwas tiefer, um bei Ballverlust nicht überrumpelt zu werden, und sucht das offensive Risiko lediglich in Form von Flanken aus dem Halbfeld. Mit der Unterstützen-Duty stellt er dagegen Verbindung zu den Stürmern auf und dringt gelegentlich auch selbst in den Strafraum ein. Als Angreifer entwickelt er sich zum sekundären Abschlussspieler, sein Fokus liegt auf Mobilität und Durchschlagskraft im letzten Drittel.

Defensiver Flügelspieler (DFs): Der Defensive Flügelspieler agiert als eine Art Ballerobernder Mittelfeldspieler für die Außen, er soll Angriffe zügig unterbinden und den folgenden Konter im selben Zug einleiten. Ohne Ballbesitz demonstriert er intensives Pressing und aggressive Tacklings auf den Flügeln. Mit der Verteidigen-Duty lässt er sich tief fallen und wartet geduldig auf gegnerische Vorstöße. Seine Priorität liegt in der Balleroberung und überraschenden Flügelläufen, weshalb er zum Dribbling in der Lage sein sollte. Als Unterstützer schaltet sich der Defensive Flügelspieler aktiv in die Angriffe seiner Mannschaft ein, um im letzten Drittel Präsenz zu zeigen. Seine Aufgabe ist es zeitgleich, das schnelle Umschaltspiel des Gegners bereits früh zu behindern und idealerweise zu unterbinden.

Äußerer Spielmacher (ASpm): Er übernimmt in defensiveren Formationen die Rolle auf einer der äußeren Mittelfeldpositionen, orientiert sich im Aufbauspiel allerdings in zentralere Regionen. Er soll die Räume ausnutzen, die durch hinterlaufende Außenverteidiger aufgerissen werden. Sein Augenmerk besteht auch darin, Platz für abschlussstarke Mittelfeldspieler zu schaffen. Aus einer breiten Position heraus strebt der Äußere Spielmacher in die Mitte und sorgt für Irritationen im gegnerischen Deckungsverbund. Wie schon beim Zurückgezogenen Spielmacher bestimmt die Duty lediglich die Herangehensweise an die Erfüllung seiner Zielsetzung. Als Unterstützer konzentriert er sich auf schnelle, angeschnittene Pässe, als Angreifer versucht er sich auch an direkten Eins-gegen-eins-Duellen.

Flügelspieler (Flg): Der Flügelspieler agiert im Ballbesitz deutlich direkter als der Äußere Mittelfeldspieler, bringt deutlich mehr Breite und Durchschlagskraft mit. Mit der Unterstützen-Duty sucht er sich freie Räume auf den Außenpositionen, um den Gegner in seiner Formation auseinanderzuziehen. Erhält er den Ball, folgen in der Regel ein gewagtes Dribbling und eine scharfe Flanke auf die Angreifer im Sechzehner. Seine Übersicht muss allerdings gut genug sein, um auch die passenden Momente für angeschnittene Zuspiele zu erkennen. Als Angreifer wiederum sucht er vermehrt den direkten Weg zum Tor und pocht auf eigene Abschlüsse. Darüber hinaus nutzt er zumeist die komplette Länge des Spielfelds aus, zur Flanke setzt der angreifende Flügelspieler oft erst an der Grundlinie an.

Inverser Flügelspieler (IFl): Der Inverse Flügelspieler hingegen wird kaum einmal an der Grundlinie oder der gegnerischen Eckfahne zu sehen sein. Er zieht spätestens im letzten Spielfelddrittel in die Mitte, um Räume für aufrückende Außenverteidiger zu öffnen und den gegnerischen Außenverteidiger zu überladen. Entsprechend bietet es sich an, einen Profi mit zu seiner Seite konträrem starkem Fuß aufzustellen. Als Unterstützer sucht der Inverse Flügelspieler den Laufweg diagonal vor der Verteidigung, um den Ball in den Strafraum zu spielen. Mit der Angreifen-Duty läuft er die Abwehr direkt an, um aus aussichtsreicher Position entweder Schuss, Pass oder Flanke zu wagen.

Vorgeschobener Spielmacher (VoSm): Seine Hauptaufgaben sind die Entgegennahme des Spielgeräts im Mittelfeld und der anschließende Transport in den Angriff. In den Mitteln genießt der Vorgeschobene Spielmacher dabei Freiheiten, im Rahmen der Improvisation ist auch risikoreiches Passspiel vorgesehen. Sein eigener Bewegungsradius bei Angriffen endet meist an der Strafraumgrenze. Die beiden Dutys unterscheiden sich nicht durch die Laufwege, sondern durch das Verhalten am Ball. Als Unterstützer gilt sein Fokus der schnellen Zulieferung an offensivere Mitspieler durch geschnittene Pässe. Unter Verwendung der Angreifen-Duty jedoch wird der Vorgeschobene Spielmacher zunächst einmal das Dribbling suchen, um den Stürmern Platz im letzten Drittel zu verschaffen.

Mehr Informationen zum Football Manager 2020 findet ihr auf fm.zweierkette.de.