22.04.2020 13:41 Uhr
kampf gegen betrüger

Call of Duty: Activision steckt Cheater in gemeinsame Lobby

von Alexander Maier

Call of Duty: Modern Warfare Call of Duty: Warzone
Foto: Activision
Cheater sind seit jeher ein Problem im Shooter-Genre. Activision setzt für Call of Duty: Warzone und Modern Warfare nun auf die Hilfe der Community – und will Betrüger gegeneinander antreten lassen.

Activision dürfte mehr als zufrieden mit der Entwicklung seines Shooters sein, seit dem Release von Warzone haben sich über 50 Millionen Spieler in die Battle Royale-Schlachten gestürzt. Doch es ist nicht alles rosig in der Welt von Verdansk: Viele Spieler – darunter auch bekannte Streamer wie Maximilian 'HandOfBlood' Knabe und Jaryd 'summit1g' Lazar – beklagen die Menge der Cheater. Es ist gar ein Trend zu beobachten, dass Konsolenspieler die Crossplay-Funktion deaktivieren, um nicht mit PC-Spielern gematcht zu werden – das Cheaten fällt am Computer leichter. Über 70.000 Betrüger wurden bereits gebannt, mit einem neuen Update sagt Activision ihnen den Kampf an – und will sie mit ihren eigenen Waffen schlagen.

Wer häufig auf Cheater trifft, verliert schnell die Lust am Spielen – der Schluss klingt soweit plausibel. Activision nutzt genau diese Mechanik nun gegen die Cheater selbst: Verdächtige Spieler sollen zusammen in eine Lobby gesteckt werden und dadurch den Spielspaß verlieren. Eine witzige Idee, die das Cheater-Problem sicherlich nicht löst, jedoch bei allen anderen Spielern für Genugtuung sorgen dürfte. Weitaus hilfreicher könnte es sein, dass verdächtige Spieler künftig im Zuschauer-Modus und in der Killcam gemeldet werden können. Außerdem erhalten Spieler fortan eine In-Game-Mitteilung, wenn ein von ihnen gemeldeter Gegner gebannt wird. Auch im Hintergrund wird weiter an einem fairen Ablauf gearbeitet: Sicherheits-Updates sollen den Betrug erschweren, weitere Ressourcen für Techniker und Enforcement-Teams werden bereitgestellt.